Ben Willikens

Ben Willikens wird 1939 in Leipzig geboren. Seine Eltern verlassen 1947 die Sowjetische Besatzungszone und lassen sich in Westdeutschland nieder. Nach dem Abitur 1959 in Hannoversch Münden studiert er zunächst in Hamburg Philosophie und Literaturwissenschaft. Willikens wechselt 1962 an die Staatliche Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart und studiert bei Heinz Trökes Malerei.

1969 zwingt ihn eine Krankheit zu einem fast einjährigen Klinikaufenthalt. Das Inventar, die medizinische Einrichtung und die emotionale Kälte der Säle hinterlassen ihren Eindruck. Willikens verarbeitet diese Erlebnisse nach Stipendien-Aufenthalten in der Villa Romana in Florenz und der Villa Massimo in Rom in einer Serie von Acrylbildern, in denen er in kühler, anonymer Sprache Bahren, leere Flure und ähnliche Motive darstellt, die starke Assoziationen mit Anstalten oder Krankenhäusern wecken.

Die Kunsthalle Tübingen unter Götz Adriani präsentiert Ben Willikens 1975 in einer ersten Einzelausstellung. Einen Höhepunkt seiner Arbeit stellt das Abendmahl von 1977 dar, in dem er das weltbekannte Fresco von Leonardo da Vinci von allen menschlichen Spuren befreit. Seine Bilder entwickeln sich immer mehr zu Darstellungen von menschenleeren Idealräumen.

1977 erhält er einen Ruf für eine Professur an die Fachhochschule für Gestaltung in Pforzheim, 1982 an die Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. 1991 wechselt Willikens an die Akademie der Bildenden Künste München. Er ist dort zunächst Inhaber des Lehrstuhls für Malerei und Grafik, von 1999 – 2004 deren Rektor. Ben Willikens zählt zu den bedeutendsten Künstlern Bildender Kunst. Bedeutende Museen und Institutionen sowie Privatsammler im In- und Ausland besitzen seine Werke.

In Würzburg ist Ben Willikens mit mehreren Arbeiten vertreten: Im Dom St. Kilian (Kreuzweg), Kloster Himmelspforten (Deckengemälde), Neumünsterkirche und Museum am Dom.

Ben Willikens lebt und arbeitet in München und Stuttgart. Die Künstler-Website zeigt Serigrafien von bestechender Qualität. Auch hier überlässt Ben Willikens nichts dem Zufall: Sämtliche Serigrafien sind nach den Original-Vorlagen gedruckt von Hans Peter Haas, einem der bekanntesten Könner seines Fachs.

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